Achatstein
WerkzeugMit dem Halbedelstein werden polimentvergoldete Edelmetalle nach dem Anschießen auf Hochglanz gebracht. Der Stein verdichtet das Poliment unter dem Blattmetall — für maximalen Glanz und eine Optik wie massives Edelmetall.
FAQ & Glossar
Keine seriöse Manufaktur nennt Pauschalpreise für Unikate. Nach einer Besichtigung — im Atelier oder nach Fotos — erhalten Sie einen verbindlichen Kostenvoranschlag.
In der Regel dauert es ein bis zwei Wochen, bis Ihr neuer Bilderrahmen und die Einrahmung fertiggestellt sind. Sprechen Sie uns an, wenn es schneller gehen muss.
Von wenigen Tagen (einfache Einrahmung) bis zu mehreren Monaten (aufwendige Gemälderestaurierung). Den Zeitrahmen nennen wir mit dem Kostenvoranschlag.
Wir arbeiten gerne mit Terminen — so ist sichergestellt, dass Ihr persönlicher Ansprechpartner vor Ort ist und sich Zeit für Sie nehmen kann. Grundsätzlich können Sie uns auch ohne Termin besuchen: montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr.
Es ist sehr wichtig, den passenden Rahmen anhand des Kunstwerks selbst auszusuchen. Das Mitbringen Ihres Bildes oder Gemäldes ist daher ausdrücklich erwünscht.
Ja. Eine sichere Abholung und Lieferung gehören zum Leistungsumfang — auch für großformatige und empfindliche Werke.
Auf Wunsch kommen wir zu Ihnen — sinnvoll vor allem, wenn der künftige Hängeort die Rahmenwahl mitbestimmen soll.
Nichts am Objekt verändern, Schaden fotografieren, Versicherung informieren, uns anrufen. Wir erstellen das Gutachten und den Kostenvoranschlag in der Form, die Versicherer erwarten.
Echte Polimentvergoldung zeigt Tiefe: An Kanten und Reibungsstellen schimmert der rote Bolusgrund durch, die polierte Fläche wirkt warm statt metallisch-flach. Bronzierungen und Goldfarbe altern anders — fleckig und stumpf.
Unsere Bilderrahmen sind über Eck gearbeitete Einzelanfertigungen — es sind keine Gehrungsschnitte sichtbar. Blattvergoldete Rahmen erkennt man an den Schüssen, der Überlappung des Blattgoldes auf dem Profil.
Selbstverständlich. Herkunft spielt keine Rolle — Zustand und Substanz entscheiden.
Glossar
Poliment, Anschießen, Craquelé: Wer mit einer Manufaktur zu tun hat, begegnet Begriffen, die außerhalb der Werkstatt selten fallen. Hier stehen sie erklärt — nachschlagbar nach Anfangsbuchstabe, Themenfeld oder Stichwort.
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Mit dem Halbedelstein werden polimentvergoldete Edelmetalle nach dem Anschießen auf Hochglanz gebracht. Der Stein verdichtet das Poliment unter dem Blattmetall — für maximalen Glanz und eine Optik wie massives Edelmetall.
Das Auflegen des Blattmetalls auf die polimentierte Fläche. Das Blatt wird vom Vergolderkissen mit dem Anschießer aufgenommen und in einer Bewegung abgesetzt; ein Luftzug genügt, um es zu verlieren.
Breiter, flacher Pinsel aus weichem Haar, mit dem das Blattmetall bei der Vergoldung aufgenommen und geführt wird. Die statische Aufladung des Haars hält das Blatt, bis es die feuchte Fläche berührt.
Zu hauchdünnen Blättern geschlagenes Gold, üblicherweise dünner als ein Zehntausendstel Millimeter. Je nach Legierung reicht der Farbton von rötlich über gelb bis grünlich; höhere Karatzahlen sind farbintensiver und witterungsbeständiger.
Sammelbegriff für alle zu Blättern geschlagenen Metalle: Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin, Schlagmetalle wie Kupfer und Aluminium. Unedle Blattmetalle laufen an und benötigen einen Schutzüberzug.
Zu Blättern geschlagenes Silber. Es ergibt kühle, helle Fassungen, oxidiert jedoch an der Luft und wird deshalb überzogen, bewusst patiniert oder kontrolliert oxidiert.
Feiner Tonerdegrund, der als polierbare Basis vor dem Blattgold aufgetragen wird. Gängigste Farben sind Rot, Schwarz, Ocker und Weiß — grundsätzlich lässt sich jede Polimentfarbe für eine individuelle Lösung anlegen. Die Polimentfarbe bestimmt den späteren Gesamteindruck, insbesondere wenn das Blattgold künstlich gealtert oder durchgerieben wird.
Netzartiges Rissbild in Malschicht oder Fassung, entstanden durch Alterung und Bewegung des Trägers. Feines Craquelé bei älteren Gemälden ist normal; aufstehende Ränder sind ein Warnsignal und erfordern Sicherung.
Wir bieten Ausführungen mit Craquelé-Grund an: Dieser Grund reißt beim Trocknen kontrolliert auf und erzeugt einen gealterten Look — eine Ausführung, die nur wenige Werkstätten anbieten.
Verstärkung einer geschwächten Leinwand durch Aufkaschieren des Originalbildes auf ein zweites Gewebe zur Stabilisierung des Originals. Ein tiefgreifender Eingriff, der heute nur noch erfolgt, wenn schonendere Maßnahmen nicht ausreichen.
Die farbige oder metallische Oberflächengestaltung eines Objekts — bei Rahmen, Skulpturen und Möbeln. Eine Fassung umfasst Grundierung, Farb- oder Metallauflage und Schlussbehandlung.
Transparenter Schlussüberzug auf Gemälden. Er sättigt die Farben und schützt die Malschicht, vergilbt aber mit den Jahren und kann bei der Restaurierung abgenommen und erneuert werden.
Der auf Winkel geschnittene Stoß zweier Rahmenleisten, üblicherweise 45 Grad. Ihre Präzision entscheidet sichtbar über die Qualität eines Rahmens — besonders bei glänzenden Fassungen.
Einschneiden von Linien und Mustern in die Grundierung vor dem Vergolden. Das Gold folgt später der Vertiefung, wodurch Ornamente plastisch erscheinen.
Der Schichtaufbau zwischen Träger und Fassung, klassisch aus Kreide und Leim. Sie wird in mehreren Lagen aufgetragen und geschliffen — hier entscheidet sich, wie glatt die spätere Vergoldung wird.
Vergoldung auf der Rückseite einer Glasscheibe, betrachtet durch das Glas hindurch. Ergibt spiegelnde, extrem glatte Goldflächen — etwa für Schriftzüge, Spiegel und Ornamente.
Holzkonstruktion, auf die Malleinwand gespannt wird. Über eingeschlagene Keile lässt sich die Spannung nachjustieren — ein häufiger Ansatzpunkt bei Deformationen.
Einrahmung mit dem Ziel, das Werk langfristig zu erhalten: säurefreie Materialien, Abstandhalter zum Glas, UV-Schutz und staubfreie Verklebung.
Grundiermasse aus Schlämmkreide und Leim. Sie wird warm aufgetragen, härtet elastisch aus und lässt sich zu einer elfenbeinartig glatten Oberfläche schleifen.
Tierischer Klebstoff, meist aus Haut oder Knochen, Bindemittel für Kreidegrund und Poliment. Er bleibt reversibel — mit Feuchtigkeit und Wärme lösbar, was ihn für Restaurierungen unverzichtbar macht.
Transparente farbige Lasur über Blattmetall. Sie tönt die Metalloberfläche, ohne sie zu verdecken, und lässt Silber wie Gold wirken oder Gold wärmer erscheinen.
Vergoldung ohne abschließendes Polieren. Sie wirkt ruhiger und samtiger als Glanzvergoldung und wird häufig im Wechsel mit polierten Flächen eingesetzt, um Profile und Ornamente optisch zu gliedern.
Klebemittel der Ölvergoldung, ein trocknendes Öl mit definierter Anzugszeit. Das Blattmetall wird aufgelegt, wenn die Mixtion nur noch leicht klebt — der richtige Moment ist Erfahrungssache.
Entspiegeltes Glas mit UV-Schutz für konservatorische Einrahmungen. Es reduziert Reflexionen nahezu vollständig und bremst das Ausbleichen lichtempfindlicher Farbmittel.
Vergoldung auf Mixtion. Sie lässt sich nicht polieren und bleibt matt bis seidig, ist dafür widerstandsfähig und für Außenbereiche geeignet — etwa an Turmkugeln, Toren und Fassaden.

Vergoldung witterungsausgesetzter Objekte wie Turmkugeln, Wetterfahnen oder Inschriften. Hier kommen hochkarätige Legierungen und wetterfeste Anlegemittel zum Einsatz.
Aufgesetztes oder geschnitztes Zierelement am Rahmen. Wiederkehrende Motive wie Akanthusblatt, Perlstab oder Eierstab erlauben es, Rahmen zeitlich und stilistisch einzuordnen.

Zugeschnittener Kartonrahmen zwischen Werk und Glas. Es hält das Blatt auf Abstand zur Scheibe und gibt ihm optisch Raum; für Archivqualität muss es säurefrei sein.
Auch Aufsetzarbeit genannt: eine traditionelle Technik aus Spätmittelalter und Renaissance, bei der reliefartige Verzierungen mit einer dickflüssigen Kreidegrundmasse auf den Untergrund aufgetragen und anschließend vergoldet werden. Das Ornament erscheint nach dem Vergolden erhaben.
Gezielte Alterung einer Fassung durch Tönungen, Lasuren und mechanische Bearbeitung. Sie fügt Neues in historischen Bestand ein, ohne mit Pigmentstaub eine falsche Datierung vorzutäuschen.
Feine, mit Leim gebundene Bolusmasse als oberste Schicht vor dem Anschießen. Sie ermöglicht das Polieren der Vergoldung und gibt ihr den charakteristischen Glanz.
Klassische Glanzvergoldung auf Kreidegrund und Poliment, mit einer Wasser-Alkohol-Mischung angeschossen und mit dem Achatstein poliert. Sie ergibt den tiefsten Glanz aller Vergoldetechniken, ist aber empfindlich und gehört in den Innenraum.
Einschlagen von Mustern in die vergoldete Fläche mit Punzen. Die vertieften Punkte brechen das Licht anders als die glatte Umgebung und erzeugen so Kontrast ohne Farbe.

Eine glatte, mit echtem Blattgold versehene Fläche wird mit einer dünnen, geschmeidigen Farbschicht überzogen. Mit einer Radiernadel, einem Holz- oder Beinstift wird die Farbe anschließend nach einer Zeichnung wieder abgekratzt, sodass das glänzende Gold als feine Linien zum Vorschein kommt.
Farbliches Schließen von Fehlstellen in einer Malschicht. Fachgerechte Retusche bleibt auf die Fehlstelle begrenzt und ist reversibel — sie muss für spätere Restauratoren erkennbar bleiben.
Grundsatz der modernen Restaurierung: Jeder Eingriff soll sich mit vertretbarem Aufwand möglichst rückstandslos wieder entfernen lassen. Er unterscheidet Restaurierung von Reparatur.
Rahmenform, bei der zwischen Werk und Leiste ein schmaler Spalt bleibt. Das Bild scheint zu schweben; die Form ist besonders bei zeitgenössischer Malerei auf Keilrahmen verbreitet.
In vielen dünnen Schichten von Hand aufgetragene Politur aus Schellack. Sie ergibt den tiefen, warmen Glanz historischer Möbeloberflächen und lässt sich partiell ausbessern.
Unedles Blattmetall aus Messing oder Kupferlegierungen, optisch goldähnlich. Es ist deutlich günstiger, läuft jedoch ohne Schutzüberzug an und ist nicht für Außenflächen geeignet.
Mit Leder bezogenes, gepolstertes Brett, auf dem Blattmetall abgelegt und zugeschnitten wird. Ein Pergamentschirm schützt das Blatt vor Luftzug.
Langes, nicht scharf geschliffenes Messer zum Schneiden von Blattmetall auf dem Kissen. Es trennt das Blatt durch Druck, nicht durch Schnitt.
Historisches Verbundblatt aus dünn zusammengeschlagenem Gold und Silber. Es war günstiger als reines Blattgold, oxidiert jedoch über die Silberseite und ist heute vor allem restauratorisch relevant.
Fragen Sie uns — wir erklären gern, was wir tun und warum.